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Ein Schwert

Gestern war ich mal wieder als Calliope Coach in einer unserer Pilot-Schulen in Köln, genaugenommen der Schule, in der alles begann.

Nachdem wir jetzt verschiedene Bastel-Experimente mit Knete und leitendem Klebeband gemacht hatten, stand die erste Runde Programmieren an.

Alle waren total aufgeregt – ich auch. Also kurz vor Beginn der Stunde Computer aufgebaut und eingerichtet (übrigens mit LAN-Kabel weil kein Wlan für die Schule vorgesehen ist). Dann stürmten die 15 Schülerinnen rein, und wollten unbedingt sofort loslegen. Es ist übrigens eine sehr moderne Grundschule mit MINT (Mathematik-Informatik-Naturwissenschaften)-Schwerpunkt und inklusivem Ansatz – für die Nicht-LehrerInnen unter den Lesern: das bedeutet, dass auch Kinder, die früher auf einer „Sonderschule“ beschult worden wären im ganz normalen Unterricht mitmachen, teilweise mit spezieller Förderung und eigener BetreuerIn. Ausserdem wird an dieser Schule von der 1. bis zur 4. Klasse übergreifend unterrichtet. Pädagogisch also ganz schön anspruchsvoll, und praktisch bedeutet dies, dass unter dem 15 Kindern welche mit speziellem Betreuungsbedarf waren und ansonsten von der 2. bis zur 4. Klasse alles durcheinander.

Wir haben dann 40min mit dem mini-Editor auf der Calliope Website programmieren geübt – nach kurzem Hakeln (schwierig ist eigentlich meistens der Teil, wo die Datei aus dem Browser übers Dateisystem des Computers auf den mini kopiert werden muss) lief das ganz rund – übrigens auch in den beiden Gruppen, die von den ganz normalen Grundschul-LehrerInnen betreut wurden.

Ein Junge, der mit eigenem Betreuer da war, hatte bereits 10 Minuten nach dem ersten Kontakt mit dem Gerät über den kleinen Bild-Editor ein eigenes Symbol kreiert, und auf den mini gebracht – ein Schwert:

Schwert.jpg

Ein Mädchen aus der 2. Klasse hatte eine etwas komplexere Code-Abfolge programmiert, die sich dann nicht auf den mini übertragen liess. Gemeinsam konnten wir den Fehler einkreisen und alles doch noch ans Laufen bekommen.

Nennt mich ruhig sentimental, aber ich finde es immer extrem bewegend, solche Ergebnisse in so einer kurzen Zeit zu sehen. Und dabei den stolzen Blick der Kinder (und der LehrerInnen). Am Ende der Stunde hatten wir fast alle Möglichkeiten des einfachen Editors ausprobiert, rausgefunden dass man bei den Touch-Pins gleichzeitig „-“ anfassen muss, ein paar Fehler im Programm gefunden und eingekreist und auch ein Kind hatte sogar ein kleines hidden feature gefunden – wenn man nämlich mehrere Bilder hintereinander anzeigen lässt, lassen sich kleine Trick-Film-Sequenzen programmieren, die ziemlich schick aussehen.

Am Ende sassen alle nochmal zusammen, haben Ergebnisse präsentiert und gesagt ob es ihnen gefallen hat. Das war der Fall. Und ich musste heimlich fast ein kleines Tränchen verdrücken…

 

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