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How far can you go? Calliope mini für Fortgeschrittene Teil 1

Wenn man sich den mini ansieht wird relativ schnell klar, dass wir nicht nur die Grundschule im Blick hatten bei der Entwicklung. Dennoch soll die Einführung in der 3. Klasse unser Fokus sein – wir glauben, dass man so früh anfangen sollte um wirklich gute Grundlagen zu legen, und um rechtzeitig auch die Mädchen zu erreichen und für digitale Inhalte und Gestaltungsmöglichkeiten zu begeistern.

Dennoch war unsere Idee immer, dass der mini so eine Art Zirkel-Kasten des 21. Jahrhunderts werden könnte – also ein Board, dass die SuS immer mit sich rumtragen, mal in dem einen Fach verwenden und mal in dem anderen – und auch mit nach Hause nehmen.

Deshalb sind auch ein paar spannende Verwendungsmöglichkeiten versteckt, die ambitionierte Grundschulen hier und da auch nicht liegenlassen werden – die aber eher dafür gedacht sind später dann auf der weiterführenden Schule die Spannung aufrecht zu halten. In einer losen Serie werden wir auf solche Szenarien eingehen.

Heute: Vernetzung und Schwarmintelligenz.

Die Vorstellung 30 programmierbare Kleincomputer in einem Klassenraum zu haben, die auch noch untereinander funken können, war für mich von Anfang an irgendwie elektrisierend – zu naheliegend ist es, irgendwann auch Anwendungen mit den Kids zu machen, die die boards irgendwie miteinander vernetzen. Wir werden in einem späteren Artikel ein Beispiel für verschlüsselte Kommunikation zeigen, heute will ich kurz auf ein Beispiel eingehen, mit dem wir auch den CEO von Bosch in einem sehr frühen Stadium von den Möglichkeiten des mini überzeugen konnten.

Es geht um Schwarmintelligenz, konkret Simulationen von Verhaltensweisen einfacher Lebewesen wie z.B. Bakterien. ForscherInnen der Universität Harvard haben dazu auch eine Lernplattform entwickelt und ein paar sehr beeindruckende Experimente ins Netz gestellt.

Schon in sehr frühen Versionen des Calliope haben wir immer wieder getestet, inwiefern eine ähnliche Funktionalität umsetzbar wäre, ein Beispiel ist hier zu sehen:

https://goo.gl/photos/jcRPqKh7kDNLx9BTA

Letztlich ist über diesen Weg dann auch der Motor-Treiber auf das Board gekommen – damit ist es jetzt möglich auch „richtige“ Motoren mit dem mini anzusteuern*, nicht nur die kleinen Vibrationsmotoren** (ein Beispiel für einen ferngesteuerten Roboter sieht man ja gleich am Anfang unseres Startnext-Videos). Und: die Boards können durch das eingebaute Funk-Modul auch deutlich elaborierter (und damit für SuS auch: einfacher) miteinander kommunizieren – eine Broad-Cast Message an alle anderen Boards in der Nähe kann im Online-Editor mit zwei einfachen Befehlen realisiert werden.

Hinzu kommt unsere Partnerschaft mit OpenRoberta von der Fraunhofer Gesellschaft, einem Lernprogramm für Robotik in der Schule (besonders für Mädchen) das schon seit vielen Jahren läuft und über viel Erfahrung und Know-How in dem Umfeld verfügt.

Wir arbeiten auch daran bald ein Robotik-Kit als Erweiterung für den Calliope anzubieten, aber selbst ohne das ist es mit wenigen Handgriffen möglich einen fernsteuerbaren Roboter zu bauen. Und die Fernsteuerung könnte dann einfach ein zweiter Roboter sein, der dem anderen mitteilt, wo er gerade ist oder ob er etwas gefunden hat. Auch die Nähe zueinander liesse sich feststellen über die Signalstärke z.B. oder auch akustisch (beide verfügen ja über Mikrophon und Lautsprecher).

Ich bin mir sicher – wir werden absolut faszinierende Experimente sehen, sobald die Boards mal in den Schulen angekommen sind und die LehrerInnen anfangen sich sicherer damit zu fühlen.

 

*ein Motor erzeugt eine relative hohe elektrische Last und kann deshalb normalerweise nicht direkt an ein Board angeschlossen werden – es würde dadurch schnell Schaden nehmen. Das ist der Hintergrund für den Motor-Treiber (der eigentlich eine spezielle Schaltung auf einem kleinen Chip ist).

**die gehen aber auch und haben den Vorteil sehr günstig und einfach zu montieren zu sein. Auch das werden wir später nochmal genauer beschreiben mit Anleitung usw.

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2 Kommentare zu „How far can you go? Calliope mini für Fortgeschrittene Teil 1

  1. Hallo Calliope,

    damit das eine Chance hat, braucht es wahrscheinlich einen Simulator für einen Calliopeschwarm. Ein Punkt mehr auf eurer langen Liste….
    Stauforschung wäre dann „in echt“ richtig spannend.

    Der unglaubliche Sexappeal des Mini ist, dass das Coden so einfach ist. Coden kann dort eingeordnet werden wo es hingehört: Es ist immer nur Mittel zum Zweck.
    … und ich bin leidenschaftliche Enrwicklerin

    Gefällt 1 Person

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